Sehenswürdigkeiten in Saarbrücken 
Sehenswürdigkeiten in Saarbrücken

Sehenswürdigkeiten in Saarbrücken


Mithras-Heiligtum

Die Verehrung des Sonnengottes Mithras hat seine Ursprünge sowohl im persischen als auch im römischen Reich. Die Wurzeln gehen in Persien auf das 14. Jh. v. Chr. zurück. Hier stand der Name Mitra für ein Bündnis oder einen Vertrag, aber auch die Bedeutung als Licht- oder Sonnengott wird erwähnt. In das antike Rom gelangte der Kult um die Verehrung des Sonnengottes durch Legionäre, die ihn durch Seeräuber kennen lernten. Der strenge und nur auf Männer ausgerichtete Mithraskult war besonders im 2. und 3. Jh. n. Chr. in Rom stark verbreitet und wurde schließlich durch das Christentum verdrängt. Hinsichtlich der Entstehung der Mithrasverehrung in Rom existieren jedoch weitere, unterschiedliche Thesen. Auf dem Saarbrücker Halberg erinnert das Mithras-Heiligtum noch heute an die römische Besiedelung im Saarland. Die kleine Grotte, mit feinen Säulen und Skulpturen, wurde einst in rechteckiger Form aus Sandstein gehauen und gilt als religionsgeschichtliches Denkmal. Die Legende besagt, dass im 6. und 7. Jh. zwei Bischöfe aus Metz hier Heiden missioniert haben sollen. Daher wird die Grotte auch im Volksmund als Heidenkapelle bezeichnet. Seit dem Mittelalter ist sie zur christlichen Pilgerstätte geworden. Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken entdeckte die wahrscheinlich älteste, christliche Kultstätte des Saarlandes im Jahr 1772. Gefunden wurden in der Höhle kleine Tongefäße, Öllämpchen und Skulpturenreste, die von dem Geschehen in der Antike zeugen. Durch Texttafeln in der Grotte wird die Geschichte rekonstruiert. Das Mithras-Heiligtum ist frei zugänglich, allerdings sollte festes Schuhwerk und Spaß an einer kleinen Waldwanderung bei diesem Ausflug dabei sein.


Basilika St. Johann

Die Basilika hat ihren Namen vom Stadtteil St. Johann und wurde 1754 bis 1758 erbaut. Sie steht am St. Johanner Markt im Stadtzentrum und wurde Saarbrücker Baumeister Friedrich Joachim Stengel im Barockstil geplant. Das katholische Gotteshaus wurde mehrfach zerstört, restauriert und umgebaut. In den 1970er Jahren wurde der barocke Innenraum originalgetreu wieder hergestellt. Der Eingangsbereich wurde vom Saarbrücker Künstler Ernst Alt ausgestaltet und zeigt verschiedene Szenen des Alten Testaments sowie Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers im Neuen Testament. Charakteristisch sind der für Stengel typische Zwiebelturm, das Bronzeportal und die Orgel der Basilika. Die Orgel ist auch über Saarbrücken hinaus bekannt, die besteht aus einer Hauptorgel und zwei Chororgeln und ist ein besonders klangvolles Instrument. Die drei Orgeln können einzeln oder zusammen gespielt werden. Der Papst verlieh der Kirche die Auszeichnung Basilika Minor, was ihre Bindung zum Vatikan und die regionale Bedeutung hervorheben soll. Dadurch erhielt sie auch den heutigen Namen. Die Basilika ist für Besucher geöffnet, regelmäßige Gottesdienste finden vor allem sonntags und abends statt.


Saar

Die Saar ist ein deutsch-französischer Fluss. Sie hat dem kleinsten deutschen Flächenstaat den Namen gegeben: Dem Saarland. Die Saar ist zur Hälfte ein deutscher Fluss. Die andere Hälfte heisst Sarre und fließt durch Frankreich. Im Laufe der Jahre ist ein Stück französische Lebensart in das Saarland übergegangen. Neben der deftigen saarländischen Küche mit Kartoffeln und vielen anderen Gerichten gibt es viele französische Gerichte. Nachdem die Saar durch die Landeshauptstadt Saarbrücken geflossen ist, kommt sie an Saarlouis und Merzig vorbei. Von hieraus fließt sie direkt Richtung Luxemburg. Hier macht sie einen scharfen Knick nach rechts und verläuft zurück nach Rheinland-Pfalz. Das ist die bekannte Saarschleife bei Orscholz. Sie ist die bekannteste Flussbiegung des Saarlandes. In Rheinland-Pfalz mündet sie in die Mosel. Das Saarland ist ein grünes Land. Ein Drittel seiner Fläche ist mit Wald bedeckt. Hier gibt es sagenhafte Geschichten. Eine davon handelt von dem wilden Ritter Maldix. Dieser veranstaltete am Karfreitag im Jahre 1429 eine Treibjagd im Nalbacher Herrenwald. Er entdeckte einen schwarzen Hirsch. Er jagte ihn durch die ganze Gegend. Es ging über Stock und Stein, bis sie an eine tiefe Schlucht angelangt waren. Der Hirsch sprang mit einem gewaltigen Satz über die Schlucht. Der Ritter Maldix schaffte den Sprung jedoch nicht und stürzte mit seinem Pferd in die Schlucht und starb. Bei stürmischem Wetter hört man seither den Ritter durch das Nalbacher Tal heulen. Die Saar ist der größte Nebenfluss der Mosel. Er hat eine Länge von 227 Kilometer. In dem Gedichtband Mosella des römischen Dichters und Staatsbeamten Decimus Magnus Ausonius wird die Saar erstmals schriftlich erwähnt. Dort heißt sie Saravus. Die Saar entspringt zwei Quellflüssen, der Roten und der Weißen Saar am Donon in den Vogesen. Sie mündet bei Konz in die Mosel.


Schloss Saarbrücken

Das saarländische Schloss Saarbrücken befindet sich im Stadtteil Alt-Saarbrücken am linken Ufer der Saar. Vor dem Schlossbau befanden sich hier noch eine mittelalterliche Burg und ein Renaissance-Schloss. Aus historischen Quellen um 999 weiß man, dass die Burg den Namen „kaiserliche Castell Sarabruca“ trug. Im Jahre 1065 hatte der Herzog Friedrich von Niederlothringen die Burg vom König als Lehen bekommen. Dies dokumentiert eine Urkunde. 1168 wurde die Wehranlage auf Befehl von Kaiser Friedrich I. zerstört. Nach der Zerstörung begann Graf Johann IV. von Nassau-Saarbrücken die Städte Nassau und Saarbrücken 1459 zu befestigen und zu bewachen. Er errichtete Bollwerke um die Burg und installierte eine Zugbrücke über den Graben zwischen Stadt und Burg. Im 17. Jahrhundert wurde aus der Burg eine Schlossanlage mit einer Vierflügelanlage innerhalb eines Berings mit verschiedenförmigen Bastionen, die die Bollwerke verstärken sollten. Einige Teile der ehemaligen Burgbefestigung wurden 1983 bei Ausschachtungsarbeiten entdeckt und sind heute von den Besuchern im technischen Nebengebäude an der Talstraße zu begutachten. Durch journalistische Aufzeichnungen aus dem Jahre 1677 ist bekannt, dass kaiserliche Truppen das Schloss zerstörten. Schon 1696 erfolgte der Wiederaufbau. Man nutzte die Gelegenheit um auch bauliche Veränderungen vorzunehmen. Nach dem Tode Friedrich Ludwig von Nassau-Saarbrücken 1728 fiel das Schloss an den usingischen Zweig des Hauses Nassau zurück. Charlotte Amalie von Nassau-Usingen teilte die Besitztümer unter ihren Söhnen auf. Aufgrund der veränderten Lebensführung des Adels, sowie die verfeinerte Wohnkultur, führten dazu die Form des befestigten Schlosses aufzugeben. Die Herrscher wollten eine weltoffenere Haltung demonstrieren und damit verbunden eine freiere Anlageform mit Außenhöfen und Gärten, sowie eine bequemere und prachtvollere Gestaltung. Das Ensemble erlitt aber in den folgenden Jahren, bspw. durch die französische Revolution oder den Zweiten Weltkrieg, weitere Zerstörungen und wurde folglich immer wieder den zeitlichen Bedürfnissen angepasst. Das Schloss wird heute als Verwaltungssitz des Regionalverbands Saarbrücken genutzt. Ein historisches Museum wurde im Gewölbekeller. Unterhalb des Schlossplatzes konnten Teile der ehemaligen Burg mit ihren Kasematten nach umfangreichen Ausgrabungen zwischen 2003 und 2007 freigelegt werden und sind heute für interessierte Besucher zugänglich.


Deutsch-Französischer Garten

Am Stadtrand von Saarbrücken, nahe der französischen Grenze, findet sich eine einzigartige Parkanlage in der so genannten Formensprache der 50er und 60er Jahre. Der Deutsch-Französische Garten (DFG) ist sowohl Sehenswürdigkeit als auch Freizeitparadies für Jung und Alt. Die Anlage, die als Symbol für die deutsch-französische Freundschaft gilt, wurde 1960 eröffnet und steht mittlerweile unter Denkmalschutz Auf 50 Hektar gibt es jede Menge zu entdecken. Vier Themengärten laden zum Verweilen ein. Das Tal der Blumen, der Rosengarten, der Garten am Silberahorn oder das Ehrental - alle sind auf ihre Weise besonders angelegt und verwöhnen das Auge mit leuchtenden Blumen, interessanten Pflanzen und einem Bestand aus Bäumen und Sträuchern. Kernstück der Anlage ist der ca. 43.500 Quadratmeter große Deutschmühlenweiher, der aus einer Quellfontaine gespeist wird. Die imposante Wasserorgel gehört zu den größten Wasserorgeln in Deutschland und spielt bis zu 15 Minuten. Auf 22.000 Quadratmetern kann sich der Besucher ganz wie der große Gulliver fühlen. In der Gulliver Welt gibt es zahlreiche Nachbauten weltberühmter und historischer Bauwerke in Miniaturausgabe. Da staunen Kinder und Erwachsene. Eine Seilbahn, eine Kleinbahn, eine Minigolfanlage sowie eine reichhaltige Gastronomie runden, die von saftigen Grünflächen übersäte Gartenanlage, ab.


Brennender Berg bei Dudweiler

Ein Naturdenkmal ganz besonderer Art ist der „Brennende Berg“ zwischen Dudweiler und Sulzbach, unweit von Saarbrücken. Seit dem 17. Jahrhundert brennt hier ein schwelendes Kohlenflöz. Wie es in Brand geraten ist, darüber gibt es unterschiedliche Theorien. Weit verbreitet ist die Annahme, dass ein Hirte einst dort ein Feuer zündete und der Brandherd, durch plötzliches Windaufkommen von der Feuerstelle hinunter, in einen Graben mit Kohleflözen, wehte. Früher wurde an der Saar noch Kohle und Alaunschiefer abgebaut, die Lagerung von Steinkohleflözen war daher keine Seltenheit. Es entstand im Laufe der Jahrhunderte ein unterirdischer Brand, der jedoch kein offenes Feuer ist, sondern ein Glimmen. Löschversuche mit Wasser brachten nur den gegenteiligen Effekt und verstärkten den Brandherd. Der brennende Berg liegt in einem Waldgebiet und ähnelt eher einer felsigen Schlucht. Noch heute kann man die Wärme spüren, wenn man eine Hand an den Felsen hält. Doch dies sollte vorsichtig geschehen, denn die Hitze ist immer noch groß. Die Intensität des Brandes hat jedoch seit einigen Jahren abgenommen. An kälteren Tagen ist Dampf zu erkennen, der aus dem Bergstück austritt. Kein Geringer als Johann Wolfgang von Goethe hat diese Stelle im Jahr 1770 besucht und die Erlebnisse, als eine Art Reisebericht, in seinem Werk „Dichtung und Wahrheit“ verewigt. So schreibt er fasziniert von dem Gesehenen - über die Hitze, den Dampf und den Schwefelgeruch. Eine Gedenktafel erinnert an den Besuch des unvergesslichen Schriftstellers.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Saarbrücken

Bundesland:
Saarland

Landkreis:
Regionalverband Saarbrücken

Höhe:
230 m ü. NN

Fläche:
167,07 km²

Einwohner:
175.810

Autokennzeichen:
SB

Vorwahl:
0681, 06893, 06897, 06898, 06805

Gemeinde-
schlüssel:

10 0 41 100



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